Ob du neu im Bereich Naturhaar bist oder dich bereits gut mit der Lockenstruktur auskennst – die Wahrheit ist, dass Lockentypen schwer zu unterscheiden sein können. Sobald du jedoch verstehst, welchen Lockentyp du hast und was dein Haar braucht, um gesund zu bleiben, bist du schon auf dem Weg zu besseren Haartagen.
Was sind Lockentypen?
Der Begriff „Lockentypen“ bezieht sich auf verschiedene Klassifizierungen der Haarstruktur, basierend darauf, wie eng oder locker dein Lockenmuster ist. Die gängigste Methode zur Einteilung ist die sogenannte Lockenskala, die neun verschiedene Typen umfasst – von 2A (lockere, offene Wellen) bis 4C (dichte, kompakte Locken).
Es ist wichtig zu beachten, dass es auch Typ 1 gibt, dieser beschreibt jedoch glattes Haar.
Lockentypen können sich aus verschiedenen Gründen unterscheiden, darunter Genetik, Alter oder erhöhte Haarporosität. Es ist außerdem sehr häufig, dass eine Person mehrere Lockentypen auf dem Kopf hat. Deine Locken können sich sogar täglich verändern – je nach verwendeten Produkten, Luftfeuchtigkeit oder chemischen Behandlungen wie Blondierung oder Dauerwelle.
Übersicht der Lockentypen
Typ 2: Wellig
- 2A: Sehr leichte Wellen mit minimaler Biegung.
- 2B: Deutlichere Wellen mit lockerem, strandähnlichem Look. Am Ansatz oft flacher.
- 2C: Kräftigere, voluminösere Wellen mit S-Form, fast schon Locken.
Typ 3: Lockig
- 3A: Große, lockere Locken mit viel Sprungkraft.
- 3B: Engere Locken mit mehr Volumen.
- 3C: Sehr dichte, kompakte Locken, etwa in Bleistiftgröße.
Typ 4: Kraus / Coily
- 4A: Feine, federnde Spiral-Locken.
- 4B: Z-förmige, sehr enge Struktur, oft trocken und bruchanfällig.
- 4C: Sehr dichte Mischung aus Locken und Zickzack-Mustern, benötigt viel Feuchtigkeit.
Wie erkennt man seinen Lockentyp?
Wenn du dir unsicher bist, empfehlen Experten:
- Haare gründlich waschen
- Ohne Stylingprodukte lufttrocknen lassen
- Danach die natürliche Struktur beobachten
Nasses Haar kann ebenfalls Hinweise geben:
- Lange, lockere Wellen → eher Typ 2
- Starkes Schrumpfen beim Trocknen → eher Typ 4
Für die genaueste Einschätzung solltest du jedoch einen Friseur konsultieren.
Pflege nach Lockentyp
Typ 2 (Wellig)
- Volumen geht schnell verloren → leichte, feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden
- Anti-Frizz-Produkte sind wichtig
- Hitzeschutz nicht vergessen
Typ 3 (Lockig)
- Hitze und chemische Behandlungen vermeiden
- Feuchtigkeit und Reparatur stehen im Fokus
- Klärende Shampoos gelegentlich nutzen, aber nicht austrocknend
Typ 4 (Kraus)
- Feuchtigkeit ist entscheidend
- Nicht zu oft waschen (vermeidet Austrocknung)
- Locken regelmäßig auffrischen statt neu waschen
- Schutz beim Schlafen (z. B. „Pineapple“-Methode)
