Wenn es eine Sache gibt, die uns die 1960er-Jahre über Haare gelehrt haben, dann ist es, dass Volumen ein absolutes Muss ist. Diese prägende Ära hat uns dank zahlreicher auffälliger Styles reichlich Inspiration geliefert – darunter ein ikonischer Look, der jetzt wieder im Trend liegt. Hier kommt die moderne Beehive-Frisur: eine elegante und zugleich alltagstaugliche Neuinterpretation der klassischen Beehive-Frisur der 60er. Und weil sich diese vielseitige Frisur für unterschiedlichste Haarstrukturen und auf viele Arten tragen lässt, ist es kein Wunder, dass ihr Comeback für viel Aufsehen sorgt.
Wir haben diese beliebte Frisur bereits auf dem roten Teppich und den Laufstegen wieder gesehen, doch inzwischen finden sich auch tragbarere Varianten in unseren Social-Media-Feeds. Von ihren Ursprüngen bis hin zu modernen Interpretationen – hier erfährst du alles, was du über die moderne Beehive-Frisur wissen musst, plus Inspirationen für deinen nächsten Look.
Wann war die Beehive-Frisur beliebt?
Wie du wahrscheinlich schon vermutet hast, erhielt die typische Beehive-Frisur der 60er ihren Namen, weil sie einem summenden Bienenstock ähnelt. (Genau genommen sieht sie eher wie ein Wespennest aus, aber das klingt nicht ganz so charmant.)
Erfunden wurde sie von der bekannten Stylistin Margaret Vinci Heldt aus Chicago, die den Look zunächst an einer Schaufensterpuppe ausprobierte. In den 1960er-Jahren wurde die Frisur berühmt, nachdem sie von vielen großen Stars getragen und weltweit auf Magazincovern gezeigt wurde.
Der Vorläufer der Beehive-Frisur war die klassische Bouffant-Frisur der 50er-Jahre. Die Beehive entwickelte diesen Stil weiter und brachte noch mehr Volumen und Ausdrucksstärke mit sich. Selbst eine sehr einflussreiche First Lady trug häufig diese Frisur.
In den 70ern verlor der Look an Beliebtheit, da natürlichere und lockerere Frisuren im Trend lagen. Dennoch blieb die Beehive-Frisur als Retro- und Hochsteck-Variante stets präsent. Heute erlebt sie ein starkes Comeback – allerdings mit einem modernen Twist.
Bouffant vs. Beehive: Was ist der Unterschied?
Obwohl beide Frisuren einen Retro-Charme haben, unterscheiden sie sich in einigen Punkten. Beide entstanden Anfang der 60er-Jahre und setzen auf Toupieren für mehr Volumen.
Der Hauptunterschied liegt in der Form:
- Die Bouffant-Frisur ist breiter und weicher, oft mit Haaren, die die Ohren bedecken oder seitlich fallen.
- Die Beehive-Frisur hat dagegen eine rundliche, kegelförmige Silhouette, sitzt hoch auf dem Kopf und ist an den Seiten enger anliegend.
Ursprünglich wurde die Beehive-Frisur sogar so gestaltet, dass sie perfekt zu den damals trendigen Pillbox-Hüten passte.
Wie macht man eine Beehive-Frisur?
Schritt 1: Föhnen mit Rundbürste
Trage ein Volumenprodukt auf und föhne dein Haar in Abschnitten mit einer Rundbürste, um mehr Fülle zu erzeugen.
Schritt 2: Haare in zwei Bereiche teilen
Teile dein Haar in einen oberen und unteren Bereich. Den unteren kannst du offen lassen, locken oder hochstecken – ganz nach Geschmack.
Schritt 3: Haarspray verwenden
Trenne eine Partie vorne ab und sprühe den restlichen oberen Bereich mit einem texturierenden Haarspray ein.
Schritt 4: Toupieren
Kämme die Haare nach unten Richtung Ansatz, um Volumen zu erzeugen. Lege anschließend die vordere Haarpartie darüber und forme die typische Beehive-Form.
Achte darauf, Unebenheiten zu glätten und eine gleichmäßige Form zu schaffen. Fixiere am Ende alles mit Haarspray.
Wie stylt man eine moderne Beehive-Frisur?
Die klassische Beehive-Frisur war extrem voluminös und oft mit Haarteilen verstärkt. Die moderne Version ist subtiler und alltagstauglicher.
Beliebte Updates sind:
- locker fallende Strähnen im Gesicht
- asymmetrische Scheitel
- minimalistische Haaraccessoires
- sanfte Farbverläufe (Ombré)
- verspielte Ponytails
Der Schlüssel liegt darin, vorne Volumen aufzubauen und hinten deine persönliche Note einzubringen.
8 Beehive-Frisuren zum Ausprobieren
1. Beehive Updo
Perfekt für formelle Anlässe oder Hochzeiten – elegant, weich und romantisch.
2. Bigger Better Beehive
Mehr ist mehr: extrem viel Volumen und ein dramatischer Look.
3. Lockerer, gestufter Beehive
Weniger strukturiert, dafür lässig und natürlich mit leichtem „Undone“-Look.
4. Strukturierter Beehive
Natürliche Haarstruktur steht im Fokus, kombiniert mit Höhe und Bewegung.
5. Beehive mit Haarband
Ein Retro-inspirierter Look mit zusätzlichem Accessoire.
6. Mid-Ponytail Beehive
Vorne Volumen, hinten ein voluminöser Pferdeschwanz – modern und praktisch.
7. Farbiger Beehive
Kräftige Farben wie Pink geben dem klassischen Look einen modernen Twist.
