Haarmalerei vs. Balayage-Haarfarbe: Was ist der Unterschied?

Wenn Sie den Salon für eine saisonale Farbauffrischung aufsuchen oder einfach nur natürlich wirkende Highlights in Ihr Haar bringen möchten, denken Sie wahrscheinlich über Balayage nach. Da diese beliebte Technik der Haaraufhellung freihändig aufgetragen wird, spricht man oft vom „Haarmalen“. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen Haarmalen und Balayage, die Sie möglicherweise dazu bringen, Ihre Vorgehensweise zu überdenken.

Wir haben Suzie Bond, L’Oréal Professionnel Künstlerin und Inhaberin von Bond Beauty, eingeladen, uns durch Balayage-Haare zu führen und zu erklären, wie es sich von der Haarmal-Technik unterscheidet, damit Sie die richtige Wahl für Ihren nächsten Salonbesuch treffen können.

Haarmalerei vs. Balayage-Haarfarbe: Was ist der Unterschied?


Was ist Haarmalen?

Laut Bond ist Haarmalen ein Oberbegriff für verschiedene Farb- oder Highlight-Techniken. Es bezeichnet jede Art von offener, dimensionaler Farbauftragung, die nicht in klassischen Folien erfolgt. Das Ergebnis kann bei jedem unterschiedlich aussehen.

Diese freihändige Färbetechnik wird oft verwendet, um natürlich wirkende Highlights zu erzeugen. Viele Stylisten greifen auf diesen organischeren Ansatz zurück, wenn sie Highlights einsetzen möchten, um Gesichtszüge subtil zu betonen oder Highlights in der Haarmitte statt an den Wurzeln zu platzieren.


Was ist Balayage?

Einfach gesagt ist Balayage eine Freihand-Technik zum Hervorheben von Haaren, die in den 1970er-Jahren in Frankreich entwickelt wurde. Ziel war es, einen „natürlich sonnengeküssten“ Look zu schaffen. Das Wort „Balayage“ bedeutet wörtlich „fegen“ auf Französisch, was den Vorgang beschreibt: Bleichmittel wird auf das Haar gebürstet – oder „gefegt“ – und verarbeitet ohne Kappe oder Folie. Das Ergebnis ist ein weiches, verlaufendes Finish, das Dimension verleiht, ohne eine harte Linie zu erzeugen. Balayage-Highlights sind oft hellblond, gold, honigfarben oder kastanienbraun, wobei die genaue Farbe von Ihren persönlichen Vorlieben (und der Empfehlung Ihres Coloristen) abhängt.

Französische Balayage ist eine Variante, die für nahtlose, natürlich wirkende Ergebnisse steht. Diese Beschreibung passt zu vielen Balayage-Looks, aber nicht jede Balayage ist „französisch“. Wenn die Technik verwendet wird, das Endergebnis jedoch ungleichmäßig oder unnatürlich ist, handelt es sich nicht um französische Balayage.

Haarexperten üben jahrelang, um ihre Balayage-Fähigkeiten zu perfektionieren, weshalb wir immer empfehlen, einen Profi aufzusuchen, wenn Sie es ausprobieren möchten. Es gibt auch Coloristen, die sich speziell auf französische Balayage spezialisiert haben.


Unterschied zwischen Balayage und Haarmalen

Der Unterschied zwischen Haarmalen und Balayage liegt in der Ausführung. Balayage ist eine Freihand-Technik, bei der der Stylist die Farbe auf die Haare aufträgt, typischerweise auf die oberen Schichten, und sich zu den Spitzen hin mit leichterem Druck arbeitet. So entsteht ein weicher, verlaufender Look, der die natürliche Sonneneinstrahlung imitiert. Der Helligkeitsgrad kann an Ihre natürliche Haarfarbe angepasst werden: Bei dunkelbraunem Haar eignet sich eine karamellfarbene Balayage, bei dunkelblondem Haar können die Highlights sehr hellblond sein.

Nachdem das Bleichmittel aufgetragen ist, lässt der Colorist das Haar entweder ohne Abdeckung verarbeiten oder trennt Strähnen mit Watte oder leichtem Plastik, um ein Übertragen auf andere Haarpartien zu verhindern. Manche Bleichmittel benötigen keine Trennung, da sie sich beim Auftragen selbst kapseln.

Haarmalen ist ein weiter gefasster Begriff und kann verschiedene Auftragsmethoden umfassen, bei denen das Haar nicht in Folie eingeschlossen wird. Beispiele: Bleichmittel über bestehende Farbe auftragen, Farbe auf ausgewählte Strähnen über der Grundfarbe applizieren, Low- oder Lowlights von Hand setzen oder Abschnitte vollständig mit Farbe oder Bleichmittel sättigen. „Beim Haarmalen gibt es keine Regeln, alles ist möglich“, erklärt Bond.


Welche Technik erfordert mehr Pflege?

Bond zufolge gibt es kein richtig oder falsch bei Haarmalen vs. Balayage. „Das hängt wirklich vom Coloristen ab. Es ist wichtig, nicht nur über das Endergebnis, sondern auch über die erforderliche Pflege zu sprechen.“

Bei der allgemeinen Pflege gilt: „Französische Balayage hat das weichste Nachwachsen auf natürlichem Haar, und das Endergebnis hängt vom Haarsubstrat ab, auf dem sie angewendet wird.“

Aber erfordern beide die gleiche Pflege? „‘Es kommt darauf an‘ ist eine Untertreibung“, sagt Bond. „Je weiter vom Naturton entfernt und je größere Abschnitte, desto häufiger müssen Sie den Salon besuchen. Französische Balayage ist pflegeleichter.“

Letztlich liegt die Entscheidung zwischen Haarmalen und Balayage bei Ihnen und Ihrem Stylisten. Mit jemandem zu arbeiten, dem Sie vertrauen und der Ihr Haar gut kennt, ist entscheidend. „Das Wichtigste bei jedem Service ist, das gewünschte Endergebnis zu kommunizieren und dem Profi zu erlauben, die beste Technik dafür auszuwählen“, so Bond. Wenn Sie speziell französische Balayage möchten, empfiehlt sie, Ihren Coloristen nach einer L’Oréal Professionnel-Zertifizierung in französischer Balayage zu fragen.

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