Retro-Pin-Curls: Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haartrends kommen und gehen, aber es gibt einige ikonische Frisuren, die die Zeit überdauert haben. Pin Curls gehören definitiv dazu. Du hast diese Old-Hollywood-Frisur wahrscheinlich schon oft auf dem roten Teppich gesehen – doch dieser Vintage-Look ist vielseitig genug für nahezu jeden Anlass. Pin Curls wurden in den 1940er- und 1950er-Jahren durch Hollywood-Stars populär und gelten bis heute als feminin, glamourös und verführerisch.

Wenn du deinen Look mit einer neuen Retro-Frisur auffrischen möchtest, sind Pin Curls genau das Richtige für dich. Im Folgenden erklären wir dir die Grundlagen und zeigen Schritt für Schritt, wie du wunderschöne, hitzefreie Locken kreierst.

Retro-Pin-Curls: Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung


Was sind Pin Curls?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Pin Curls um eine Technik, bei der das Haar in Lockenform gelegt und mit Klammern fixiert wird (flach am Kopf oder leicht angehoben).

Dabei werden kleine Haarsträhnen zu engen Spiralen aufgerollt und mit Haarnadeln (z. B. Bobby Pins oder Clips) an der Kopfhaut befestigt.

Diese Methode eignet sich perfekt für Vintage-Frisuren und ist eine tolle Möglichkeit, Locken ohne Hitze zu formen. Je nach Technik und Wickelmuster kannst du unterschiedliche Ergebnisse erzielen – von engen Korkenzieherlocken bis hin zu weichen Wellen.


So machst du Pin Curls – Schritt für Schritt

Schritt 1: Haare waschen und pflegen

Traditionell beginnt man mit frisch gewaschenem, leicht feuchtem Haar. Verwende ein hochwertiges Shampoo und eine passende Pflege, um dein Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihm Glanz zu verleihen.

Tipp: Für einen moderneren Look kannst du auch mit trockenem Haar vom zweiten Tag arbeiten – so entstehen lockerere, weniger „vintage“ wirkende Locken.


Schritt 2: Stylingprodukte auftragen

Trockne dein Haar mit einem Handtuch an, sodass es nicht mehr tropfnass ist. Trage anschließend Stylingprodukte auf, die Frizz reduzieren und das Haar geschmeidig machen. Verteile alles gleichmäßig mit einem feinen Kamm.


Schritt 3: Haare abteilen

Ziehe mit einem Stielkamm einen Scheitel (für den klassischen Look eignet sich ein tiefer Seitenscheitel). Teile dein Haar anschließend in drei horizontale Bereiche (oben, Mitte, unten) und fixiere sie mit Clips.


Schritt 4: Erste Locke formen

Löse die obere Haarpartie. Nimm eine 2–5 cm breite Strähne am Haaransatz.

  • Klemme die Spitzen zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Rolle die Strähne nach innen ein (wie ein kleines „Rad“)
  • Arbeite dich bis zum Ansatz vor

Fixiere die Locke anschließend mit einer Klammer direkt an der Kopfhaut. Achte darauf, dass die Spitzen sauber eingerollt sind.

Tipp:

  • Kleine Strähnen = engere Locken
  • Große Strähnen = weichere Wellen
  • Für mehr Volumen kannst du „stehende“ Pin Curls machen (nicht flach am Kopf)

Schritt 5: Wiederholen

Arbeite dich Strähne für Strähne durch alle Haarpartien – von vorne nach hinten.

Für einen klassischen Look solltest du die Lockenrichtung variieren:

  • obere Schicht nach innen
  • mittlere nach außen
  • untere wieder nach innen

Schritt 6: Locken trocknen lassen

Je länger du die Pin Curls drin lässt, desto besser halten sie.

  • Am besten: über Nacht trocknen lassen
  • Alternativ: an der Luft trocknen oder mit Diffusor nachhelfen

Wichtig: Die Haare müssen vollständig trocken sein, bevor du die Klammern entfernst.


Schritt 7: Klammern entfernen und Locken auflockern

Entferne vorsichtig alle Pins.

  • Lockere die Locken sanft mit den Fingern
  • Oder schüttle sie leicht am Ansatz auf

Tipp: Etwas Haaröl oder Serum in den Händen verhindert Frizz und sorgt für Glanz.


Schritt 8: Look vollenden

Für den klassischen Vintage-Look:
Bürste die Locken mit einer weichen Bürste aus – so entstehen die typischen Hollywood-Wellen.

Für einen natürlichen Look:
Trenne die Locken nur mit den Fingern oder einem groben Kamm.

Fixiere alles mit Haarspray, damit der Look lange hält.


Extra Styling-Idee

Wenn du einen 1920er-Flapper-Look möchtest, kannst du die Locken eng und flach am Kopf lassen (ähnlich wie Finger Waves). Dafür brauchst du ein starkes Gel, um die Form zu definieren.

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