Wie heiß ist zu heiß? Die optimale Temperatur für Hitzestyling-Tools

Wenn du so bist wie wir, warst du wahrscheinlich schon seit der sechsten Klasse regelrecht süchtig nach Hitzetools – seit du dein erstes Glätteisen geschenkt bekommen hast. Als dann Crimper, Lockenstäbe, Heizwickler und Curling-Wands dazukamen, gab es kein einziges Tool mehr, das du nicht geliebt hast. Leider lieben Hitzetools dich nicht immer zurück: Wenn sie zu heiß sind, kann dein Styling eher verbrannt als perfekt aussehen.

Eine Möglichkeit, diesen strohigen, überstrapazierten Look zu vermeiden, ist, deine Geräte auf die richtige Temperatur einzustellen. Da es jedoch selten eine universelle Lösung gibt, haben wir den in Washington ansässigen Friseur Matt Fugate befragt, um mehr über die idealen Temperaturen für Hitzetools zu erfahren. Im Folgenden erklärt er, wie du die passende Temperatur für deine Bedürfnisse findest, wie du dein Haar am besten vor Hitzeschäden schützt und wie du es pflegen kannst, wenn du es mit den Tools etwas übertrieben hast.

Wie heiß ist zu heiß? Die optimale Temperatur für Hitzestyling-Tools


Was ist die beste Temperatur für Hitzetools?

Interessanterweise gibt es nicht die eine „beste“ Temperatureinstellung für alle – sie hängt von deinem Haartyp, deiner Haarstruktur und dem Grad der Schädigung ab. Fugate erklärt: „Jemand mit sehr feinem Haar kann wahrscheinlich bei 250 Grad die gleichen Ergebnisse erzielen wie jemand mit dickem, widerspenstigem Haar bei 450 Grad.“

Die allgemeine Faustregel lautet jedoch: Verwende die niedrigstmögliche Temperatur, bei der du nicht mehrmals über dieselbe Haarpartie gehen musst. Hier ist eine kurze Übersicht je nach Haartyp:

  • Feines oder dünnes Haar: 250°F bis 300°F (ca. 120–150°C), um Schäden zu vermeiden
  • Normales Haar: 300°F bis 350°F (ca. 150–175°C)
  • Dickes oder grobes Haar: 350°F bis 400°F (ca. 175–200°C), um Frizz zu bändigen
  • Geschädigtes oder chemisch behandeltes Haar: 250°F bis 300°F (ca. 120–150°C), um weitere Schäden zu minimieren

Wenn du unsicher bist, beginne immer mit einer niedrigen Temperatur und arbeite dich langsam nach oben. Zu hohe Hitze erhöht das Risiko, dein Haar zu verbrennen und stark zu schädigen.


Wie schützt man das Haar bei der Verwendung von Hitzetools?

Die richtige Temperatur zu finden ist nur ein Teil – der zweite, ebenso wichtige Schritt ist die Vorbereitung mit einem Hitzeschutzprodukt. Ein Hitzeschutz bildet eine Schutzschicht zwischen Haar und Hitze, verhindert Feuchtigkeitsverlust und reduziert Schäden.

Es gibt viele solcher Produkte, aber Fugate empfiehlt häufig die innovativen Produkte von Kérastase. Diese bieten spezielle Thermique-Formeln, die das Haar beim Styling schützen und gleichzeitig zusätzliche Pflegevorteile bieten, je nach Bedarf:

  • Reparatur und Stärkung geschädigter Haare
  • Feuchtigkeit und Pflege für trockene Strähnen
  • Kontrolle von Frizz und fliegenden Haaren
  • Unterstützung beim Haarwachstum und Versiegelung von Spliss

Trage den Hitzeschutz vom mittleren Haaransatz bis in die Spitzen auf das handtuchtrockene Haar auf, bevor du Glätteisen oder Föhn verwendest.


Kann man Schäden durch Hitzetools rückgängig machen?

Die kurze Antwort: nein. Schäden durch Hitze lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Was du jedoch tun kannst, ist, bestehende Schäden zu reparieren und zukünftige zu vermeiden.

Wenn du die oben genannten Tipps befolgst, kannst du weitere Schäden deutlich reduzieren. Für bereits geschädigtes Haar helfen reparierende Pflegeprodukte, das Aussehen und Gefühl deiner Haare zu verbessern. Fugate empfiehlt beispielsweise eine nährende Tiefenpflege, die das Haar repariert, pflegt und schützt.

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